Schauspiel Leipzig. Spielzeit 2016/ 17.

Ein experimenteller Mix aus Lyrik, Theater, Musik & Aktionskunst.

Frozen Fire Gruppenphoto Foto: Rolf Arnold.

How dead is poetry? Ein Künstlersubjekt im Hyperkapitalismus, irgendwo zwischen Losertum und Leitbildfunktion, rezitiert, reimt, rapt, rockt, rollenwechselt sich durch die eigene Zerrissenheit und wühlt in der Mottenkiste der Künstlermythen, auf der Suche nach Widerspenstigkeitspotenzialen. War alles Bohème-Bohei immer nur eine Blaupause neoliberaler Vergesellschaftung? Kunst als zweckfreie Sublimierung, Schöner Scheitern und Störfrequenz – kaum mehr als elitäres Autonomiegeschwurbel? Ist das trunkene Schiff endgültig trocken? Der ewige Antragsteller tritt im Fight Club der performativen Authentizität gegen sich selber an – im größenwahnsinnigen Versuch, den Kreativitätsdiskurs zum Delirieren zu bringen. Ring frei für die Séance der „suffering poets“, die Ghost Show der Schönheitssüchtigen, den Makabertanz der Marktversager! The state of the world calls out for poetry to save it… (L. Ferlinghetti)

Texte und Inszenierung: Maria Jamborsky.

Teil 1 und 2 mit Florian Steffens und Marcel Siegel (Kontrabass, Loops). 

Teil 3 mit Andreas Herrmann, Sophie Hottinger, Roman Kanonik, Kiyonobu Negishi, Hartmut Neuber, Katharina Schmidt und Florian Steffens. Marcel Siegel (Kontrabass & Loops), Marleen Hinniger (Kostüm), Band im Anschluss: Lumat, DJ Kanonik.

Premiere am 24. November 2016.

https://www.schauspiel-leipzig.de/spielplan/archiv/f/frozen-fire/

Fotos: Nikolas Kammerer

Video: Katharina Merten

 

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