Premiere am 21. Februar 2008, Sophiensaele.

Was haben die fahrenden Schausteller von einst mit heutigen Arbeitskraftunternehmer*innen gemein? Zumindest das, was man als „nomadische Multiaktivität“ bezeichnen könnte. Vielleicht auch einen Hang zur Selbstausbeutung. Ganz sicher aber ein Identitätsverständnis, das sich über Virtuosität  definiert.

Ein frankensteinartiger Pharma-Doktor promotet ein dubioses, die Kreativität steigerndes Mittel. Und stößt damit auf globales Interesse: Schließlich gilt „Kreativität“ als DAS „Universalheilmittel“ in den von Krisen geschüttelten, postindustriellen Produktions- und Lebenswelten. Die großflächige Anwendung der smarten Droge aber führt zu eigenartigen Standardisierungs- und Erschöpfungszuständen… .

Im Unterhaltungsteil zu sehen sind u.a. eine Elektrische Lady, die an den globalen Finanzstrom angeschlossen wird und ein Preisboxer, der todesmutig gegen sich selber antritt.

Text & Inszenierung: Maria Jamborsky
Mit: Ariel Armoni, Tal Kirshboim, Georg Losch, Bernhard Lütke,
Angi Mandolini, Florent Mannant, David Minor, Tim Schneider, Sebastian Zimmler
Video: Sebastian Klatt, Sieva Diamantakos
Musik/Sound: Bernhard Lütke
Kostüm/Maske: Gemma Budden
Projektionen: Tony Olive
Technik: Birk Schmithüsen

photos by Alla Teterina und Andrea Weber

Categories: Theatre Performances