About

IMG_4326

Foto: Sebastian Klatt

Das Berliner Theater- und Performance-Label “Drifting Underground” von Autorin und Regisseurin Maria Jamborsky steht für eigenwillige Theaterperformances und -Installationen, Aktionskunstspektakel und Stadtrauminterventionen. Über die Jahre hat sich ein wachsender Pool an Akteur*innen gebildet, von denen einige untenstehend in Einzelporträts vorgestellt werden.

Der Name “Drifting Underground” verweist zunächst auf die Welthauptstadt der Zwischennutzungen und subkulturellen Projektbastler*innen. “Berlin’s underground culture, that’s the appeal — that’s why the stars want to come here, and that’s why people keep coming back.” Dass die imagepolitische Verwertung bestimmter Bohème-Mythen hochgradig prekären Produktionsverhältnissen Glamour verleiht, wird in fast allen Drifting Underground Produktionen problematisiert. Inhaltliche Leitthemen sind die denkwürdige (Neu-)kodierung der Künstlerfigur vom Outsider zum role-model kreativökonomischen Selbstunternehmertums, das “Driften” als freiwillig-unfreiwillige Lebensform in hyper-flexibilisierten Lebenswelten, sowie die möglichen Nebenwirkungen von Steigerungslogik und Performanz-Explosion.

Ob Kellertheater oder Kneipen-Soirée, site-spezifisches Spektakel oder Freiluftaktion, Bühnen- oder Clubperformance - der ständige Wechsel der Aufführungsorte ist Programm. Das Prinzip des „Driftens“ kommt sogar in einzelnen Produktionen selbst zum Tragen, z. B. als Stationen-Theater. “Drifting Underground”  kann schließlich auch als (selbstironische) Chiffre für die seit jeher nomadische Bohème gelesen werden, die allerdings immer weniger Nischenfreiheit genießt, und immer mehr im immobilienwirtschaftlich gebrandeten “Bohème-Faktor” aufgeht.

Ästhetisch geprägt von Jahrmarktstheater, Dada, Surrealismus, Kabarett und Camp sowie dem Text- und Diskurstheater der Gegenwart kommen v.a. komisch-ironische Verfahren zum Einsatz – satirische & sprachakrobatische Texte, exaltierte Spielweisen (teils von Slapstick- und Stummfilm inspiriert) und Stegreifeskapaden. Stilprägend sind auch die emphatische DIY Optik, die budgetlosen Produktionsverhältnissen ästhetischen Mehrwert abtrotzt, und ein dezidierter Work-in-Progress-Ansatz: Jede Arbeit wird als prinzipiell unabschließbar verstanden und lebt von einer amorph-offenen Dimension, kalkulierten “Wirklichkeitseinbrüchen” und Kippeffekten ins anarchische Happening. Charakteristisch sind schließlich die ausgeprägte Collage-und Zitatästhetik (textuell wie szenisch) sowie ein übergreifendes Experimentieren mit seriellen Formaten und Strukturen.

Bildergebnis für "rodrigo umseher"

Maria Jamborsky – Gründerin & Künstlerische Leiterin von “Drifting Underground”, Underground-Autorin & Theatermacherin

Studium der Literatur-, Theater- und Kulturwissenschaft (Freie Universität Berlin) Abschluss als M.A.
Gründung und Leitung des Theater- und Performance Labels: „Drifting Underground“ (2004), jeweils Konzept, Text und Inszenierung der Drifting Underground Produktionen. Theaterprojekte u.a. am Ballhaus Ost, BAT-Studiotheater der HfS “Ernst Busch”, Heimathafen Neukölln, Theater Münster, am Schauspiel Leipzig und in der ufaFabrik Berlin. Seit 2001 diverse Projekte als Sängerin und Performerin (Chanson, Kabarett, Vaudeville Blues) u.a. Produktionen an der Studiobühne Mitte, Theater der UdK Berlin. 2012 Engagement an der Neuköllner Oper. 2012 erste Einzelausstellung VRK Galerie („Porträts & Theaterprojekte“)

Crew & Companions

Rodrigo Umseher

Schauspieler, Puppenspieler

Foto: Milena Möbius

Sebastian Zimmler

Schauspieler

Katja Götz

Schauspielerin

Heiko Fischer

Schauspieler

Robert Rating

Performer und Musiker

Bernhard Lütke

Performer und Soundkünstler

Angi Mandolini

Performerin

Foto: Alexander Hörbe

Florian Steffens

Schauspieler

David Ennio Minor

Performer

Foto: Juan Cordido

Flocko Motion

Musiker

Kyla Kegler

Masken

Justin Beard

Performer